Wind- und Wassermusik

Über die Selbsterschaffung des Schönen & die Herbstgold-Künste von Katinka Bock und Peter Pongratz
TAUTÖNE von Katinka Bock
Das Rauschen der Wellen, das Summen von Insekten, der Wind im Gras, der Regen, der auf den Boden trommelt – all das fügt sich zu einem Klangteppich. Entsprechend träumten die alten Griechen sogar von einer natürlichen „Sphärenmusik“, die den Kosmos durchzieht.
Die Skulptur „Tautöne“ der dt.-franz. Künstlerin Katinka Bock steht seit 2024 mitten im Bachlauf, kurz vor einer Staustufe, hinter der das Wasser in einen Tunnel fällt. Es ist eine sanft gebogene Rinne aus Bronze, die von drei Nadeln aus Aluminium durchbohrt wird, die den Saitenwirbeln eines Instruments ähneln. Wenn sich genug Tau oder Regen in der Rinne gesammelt hat, tropft das Wasser leise in den Bach und erzeugt eine minimalistische Musik, komponiert von der Natur selbst.


Elf Fahnen von Peter Pongratz: Spring Song
Das zweite Kunstwerk, elf Fahnen von Peter Pongratz, erheben sich auf dem Vorplatz von Schloss Esterházy. Inspiriert von seinem Gemälde „Spring Song“ aus dem Jahr 2004, tragen die Fahnen bunte Blumenmotive, die im Takt des Windes tanzen und eine eigene Melodie schaffen. Im Wechsel der Jahreszeiten entstehen neue Klänge – mal sanft, mal lebendig. Passend zum Herbstgold-Thema „Verführung“ verkörpern sie den „Ewigen Frühling“, der das ganze Jahr über sichtbar und hörbar bleibt. Für das Festival ist es eine besondere Ehre, den in Eisenstadt geborenen Künstler zu einem Heimspiel begrüßen zu dürfen.
Fotos: (c) Burgenland Tourismus wearegiving / Peter Pongratz


Die Kunstwerke „TAUTÖNE“ und „Elf Fahnen“ laden dazu ein, den Schlosspark Eisenstadt neu zu erleben – als lebendiges Klangbild, in dem Kunst und Natur miteinander verschmelzen.
