Am Stein von St. Margarethen
Der Rundumblick vom Hochplateau bei St. Margarethen ist gewaltig: Auf einer Seite der Klippe ragen Alpengipfel, auf der anderen öffnen sich die Ebenen der Puszta. Der Bergrücken mit der weithin sichtbaren Pestkapelle von 1713 gehört zum Ruster Hügelland, das das Eisenstädter Becken nach hin Osten begrenzt und sich von Schützen am Gebirge bis nach Fertörákos / Kroisbach zieht. Geologisch erwuchs es aus einem Korallenriff des Parathetys-Meeres. Seinen Kalksandstein schätzten schon die Römer als Baustoff, auch große Teile des Wiener Stephansdom sind aus ihm gefertigt.
Klimatisch markiert der Höhenzug den Übergang vom alpinen zum pannonischen Raum. Jahrhundertelang wurde der Steinberg zudem als Hutweide genutzt. Beides machte seine Flora und Fauna sehr besonders. Sein ökologischer Reichtum und die weiten Ausblicke, eine spektakuläre Opernspielstätte im alten Steinbruch, legendäre Bauten der „Archaischen Moderne“ sowie ein Ensemble großer Steinskulpturen formen ihn heute zu einem Gesamtkunstwerk von magischer Schönheit.


