Haydnarbeit

84 x 118 x 2,5 cm, UV-Direktdruck, Gummigranulatmatte, Aluverbundplatte.
Heimo Zobernig, 2015.
2014 wurden Vorschläge für eine künstlerische Gestaltung der Passage zwischen den Hofstallungen in Eisenstadt gesucht.

Haydenarbeit

Da die Passage nachts kaum beleuchtet ist, schien der Einsatz von Licht essenziell. Heimo Zobernig schlug daraufhin vor, in den Asphaltboden einen großflächigen Schriftzug einzulassen, der nachts mittels LED-Lampen hell strahlt. Durch die Übergröße der Buchstaben ist das gewählte Wort nicht direkt lesbar. Der Fußgängerperspektive öffnet sich in der Passage nur eine großzügige ornamentale Struktur. Aus der Vogelperspektive hingegen erschließt sich der spielerische Doppelsinn von HAYDENARBEIT.

Aus technischen Gründen ließ sich der Vorschlag nicht umsetzen. Der Entwurf wurde als „Idealer Prospekt“ für die Esterházy-Sammlung zeitgenössischer Kunst angekauft. In der Ausstellung verweist das Werk auf den schillernden Zusammenhang zwischen Heidenarbeit und Haydn-Arbeit.

Heimo Zobernig (*1958 in Mauthen/Kärnten) lebt in Wien und ist aktuell der international prägendste Künstler Österreichs. Er gestaltete 2015 unter anderem den Austrian Pavilion auf der 56. Biennale di Venezia und eine große Einzelausstellung im Kunsthaus Bregenz. 2015 erhielt er auch den renommierten Roswitha Haftmann-Preis.