Der Pauhof Winkel

Die Stadt im Steinbruch

Steinbruch St. Margarethen Luftansicht

Aus der letzten Phase des 1959 gegründeten „Symposion Europäischer Bildhauer“ stammt die 1970 von fünf japanischen Künstlern (Makoto Fujiwara, Makio Yamaguchi, Tetsuzo Yamamoto, Takao Hirose, Satoru Shoji) geschaffene Japanische Linie. Es handelt sich um einen abstrakt zur Landschaft geführten Geländeeinschnitt, der sich beginnend am Fuß an der nördlichen Steinbruchwand 11 m hochzieht und fragmentarisch bis zum höchsten Punkt des St.Margarethener Kogels, der Kapelle, erstreckt. Die Japanische Linie ist im Kontext der damals avantgardistischen, international agierenden Land-Art Bewegung zu sehen.
Für den PAUHOF Winkel wird die Japanische Linie zum Markierungspunkt einer monumentalen räumlichen Landschaftsintervention mit dem Ziel einer möglichen Urbanisierung nach dem Ende des Steinbruchbetriebs. Die Steinbruchsole wird hierfür in drei Ebenen terrassiert. Als nächster Schritt wäre der Einbau eines Wohn-/Arbeits-/Hotelregales vorgesehen, im Abstand von 6m vor den Steinwänden. Auf den Dächern setzt sich die Flora des St. Margarethen Kogels fort. Eine robuste bewachsene Betonstruktur in Kombination mit Glas dominiert das Erscheinungsbild und hebt sich von den kahlen, aber warmtönigen Steinwänden ab. Das Konzept der Besiedlung des Steinbruchs ist als Alternative zu den kleinteiligen, naturnahen Behausungen der umliegenden Dörfer gedacht. Es würde diese vom Druck befreien, großmaßstäbliche Wohnblöcke oder Hotelbauten ins Ortsgefüge integrieren zu müssen.

PAUHOF Architekten wurde 1986 durch Michael Hofstätter und Wolfgang Pauzenberger gegründet. 

PAUHOFs Aktivitäten bestehen aus urbanistischen Studien, aus experimentellen Architekturprojekten, aus nationalen und internationalen Wettbewerbsbeiträgen, Ausstellungen und Ausstellungsgestaltungen.