Nest, I - V (St. Margarethen Reenactment): Fünf Keramiken in der Feststiege Schloss Esterházy 2018 (Mira Makai)

Temporäre Ausstellung Schloss Esterházy, Eisenstadt.
April bis Dezember 2018

Die Bildhauer- und Keramiksymposien im Steinbruchareal von St. Margarethen (1959-86) gelten als der Beginn einer weltweiten Bewegung. Ihre kunsthistorische Bedeutung ist enorm. Noch heute zeugen davon zahlreiche, über den St. Margarethener Kogelberg verteilte Steinskulpturen. Zusammen mit der landschaftlichen Weite des Ortes bilden sie ein Ensemble von magischer Schönheit.

Für die Feststiegen-Installation 2018 im Schloss Esterházy wurden einige seiner Besonderheiten von zwei zeitgenössischen Künstlern – Mira Makai (*1990, lebt in Budapest) und Marko Lulić (*1972, lebt in Wien) – wiederbelebt bzw. wiederaufgeführt. Ihre Installationen sind Reenactments einstiger Utopien und deren Aktualisierung zugleich.

Nest, I – V

Fünf glacierte Keramiken von Mira Makai
Verschiedene Maße: circa 70 – 85 x 30 cm
2018

Unter der Leitung von Maria Biljan-Bilger erfolgte ab 1979 eine Neuausrichtung der St. Margarethener Symposien in Richtung Keramik. Die „einfache Technik“ der Keramik galt damals als vielversprechende „demokratische Kunst“. Leider hat aus dieser Periode vor Ort nichts überdauert. Selbst der große Brennofen wurde zerstört.