Strömen in die Zukunft / streaming into the future

Für die Gestaltung der elf Fahnen auf dem Vorplatz von Schloss Esterházy wurde 2026 die in Eisenstadt geborene Künstlerin Hannah Neckel eingeladen. Mit ihrer großformatigen Arbeit interpretiert sie das Festivalmotto „Musik – Pulsschlag der Zeit“ auf poetische Weise und übersetzt die verbindende Kraft der Musik in eine vielschichtige Bildwelt.
Über die elf Fahnen hinweg entfaltet sich das Panorama eines pulsierenden Wasserlaufs. Weibliche Avatare und geheimnisvolle Wesen, die zwischen Muschel und Qualle zu changieren scheinen, treiben durch einen schwebenden Bildraum. Umgeben werden sie von einem blau-grünen Netzwerk, das gleichermaßen an die fließenden Bewegungen von Nordlichtern wie auch an die unsichtbaren Strukturen digitaler Datenwelten erinnert.
Zwischen Natur und Technologie, Vergangenheit und Zukunft eröffnet das Werk einen Raum des Wandels und der Verbindung. Es erzählt von Erinnerung und Aufbruch, von gemeinschaftlichen Erfahrungen und den Visionen kommender Generationen. Die ineinanderfließenden Elemente verdichten sich zu einem kollektiven Bild, das die Dynamik unserer Zeit widerspiegelt.


Hannah Neckel versteht ihre Arbeit zugleich als ein musikalisches Bild: „Das Werk ‚Strömen in die Zukunft / streaming into the future‘ sehe ich als eine Metapher für Gemeinschaft sowie die Verbindung von Natur und Technologie, Vergangenheit und Zukunft in einem einzigen strömenden Feld. In der Musik können wir diesen kollektiven Fluss immer schon spüren, als einen gemeinsamen Rhythmus, der Menschen über Zeit und Raum hinweg miteinander verbindet.“
So wird das Fahnenprojekt zu einer poetischen Visualisierung eines gemeinsamen Stroms, der Menschen, Ideen und Zeiten miteinander verknüpft und die Kraft der Musik als verbindendes Element unserer Gegenwart und Zukunft sichtbar macht.
